Charakteristika von Offshore Banken

Charakteristisch ist die Ansiedlung von Offshore Banken auf kleineren Inseln, daher die Bezeichnung Offshore Banken oder auch in den ehemaligen britischen Kronkolonien. Die Masse ihrer Finanztransaktionen wickeln Offshore Banken jedoch im Ausland ab. Offshore Finanzplätze, die Standorte der Offshore Banken, können dabei in drei unterschiedliche Kategorien unterteilt werden. Zunächst gibt es Offshore Finanzplätze von geringer Größe, die jedoch über exzellente Bedingungen an Infrastruktur verfügen und die daher gut international vernetzt sind.

  • Zu dieser ersten Kategorie zählen beispielsweise die Schweiz, Liechtenstein, Hongkong und Singapur sowie Guernsey, die Isle of Man, Jersey und Irland.
  • Die zweite Gruppe von Offshore Finanzplätzen ist gegenüber der ersten Kategorie durch ein höheres Maß an gesetzlichen Restriktionen für die Finanzmärkte charakterisiert. Hier sind Andorra und Bahrain, Barbados und Bermuda, Gibraltar, Labun und Macao sowie Malta und Monaco einzuordnen.
  • Die dritte Kategorie von Offshore Finanzplätzen ist bestimmt durch eine gering ausgeprägte Infrastruktur. Auch die gesetzlichen Regularien sowie die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene sind hier kaum ausgeprägt. Hierzu zählen Antigua und Barbuda, Belize und die Britischen Jungferninseln.

 

Steuerliche Vorteile

Gerade im Devisenhandel mit den Teilbereichen Forex und binäre Optionen haben viele Broker sowohl den Firmensitz als auch die Bankverbindung in einem Offshore Land. Hauptgrund dafür sind steuerliche Vorteile und teils rechtliche Aspekte die in der Branche zum Tragen kommen.

Pro und Contra

Offshore Banken haben an diesen Finanzplätzen meist die Aufgabe der Vermögensverwaltung. Die Rechtssicherheit für Anleger von Vermögen ist bei Offshore Banken sehr hoch, um eine Sogwirkung auf diese Vermögen auswirken zu können. Knapp 10% des weltweiten Geldvermögens wird von Offshore Banken an Offshore Finanzplätzen verwaltet. Offshore Banken spielen durch ihre liberale Gesetzgebung eine Rolle im Risikomanagement, werden jedoch auch für Geldwäscheaktivitäten und für diverse weltweite Finanzkrisen verantwortlich gemacht. Seit den 1990-er Jahren gibt es Initiativen, um die Offshore Banken zu kontrollieren.